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Versetzung

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THOMAS MELLE
Kreation Nach der Vorstellung vom 14. November laden wir Sie zu einem Nachgespräch mit dem künstlerischen Team im Beisein von
Pr. Dr. Charles Pull (Psychiater, Psychotherapeut) ein. [DE]
„Es ist keine Schande, ein Opfer zu sein. Aber eine Schande ist es, zum Täter zu werden. Und Worte sind Taten. Wer jemand anderen ein ‚Opfer’ nennt, ist ein Täter – und macht sich ironischerweise selbst doch nur zum ‘Opfer’ der asozialen Umstände, die sein Denken beherrschen. Er oder sie entlarvt sich selbst. Solcher Denke sollten wir uns nicht verschreiben.“ (Ronald Rupp, Versetzung, 1. Szene)

Es läuft bei Ronald Rupp: Er ist ein beliebter Lehrer, kommt bei Schülern gut an, sie vertrauen ihm. Gerade wurde ihm der Direktorenposten angeboten. „Sie stärken das Profil der Schule“, lobt ihn der scheidende Direktor. Und: „Ihre Kompetenz steht außer Frage. Aber Charakter, das ist nochmal mehr als Kompetenz.“

Doch dann kommt alles ganz anders: Es geht bergab mit Ronald, seinem Ruf, seinem Ansehen. Weil da plötzlich so ein Gerücht kursiert. Das Gerücht über eine „schwere psychische Krankheit“. Manisch-depressiv lautete die Diagnose vor Jahren. Aber Ronald ist stabil, medikamentös gut  eingestellt – eigentlich. Doch die Elternschaft, das Kollegium ist alarmiert. Jetzt ist die Rede von einer „Zeitbombe“, einer „Black Box voller Unwägbarkeiten“, einem „schlafenden Hund“, der den Kindern, „wenn er mal richtig aufwacht, die süßen Gesichter wegfetzen wird“.

Der Autor Thomas Melle, geboren 1975, schreibt aus Erfahrung, er leidet selbst an der manischdepressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. In seinem autobiographischen Roman Die Welt im Rücken beschreibt er ein vom permanenten Ausnahmezustand bestimmtes Leben, das mit „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ nur unzureichend umschrieben wäre.

Die Inszenierung von Max Claessen, Jahrgang 1978, interessiert vor allem, wie Melle mit Versetzung das Krankheitsbild manische Depression zur Metapher für eine Gesellschaft im Ausnahmezustand werden lässt.

» Es ist einfach hochdramatisch, wenn einer sich selbst verliert, wenn er austickt und seinem Alltag, seiner Umgebung ungewollt den Krieg erklärt. Und am Abnormalen, an der Abweichung zeigt sich die Norm noch einmal viel schärfer, ihre Mechanismen, ihre Zurichtungen, ihre Ausschlüsse, ihr Glück und ihr Unglück. Thomas Melle über Versetzung , Interview mit Peter Laudenbach in tip berlin

[DIS]
Mit Marc Baum, Nickel Bösenberg, Nora Koenig, Benjamin Krüger, Rosalie Maes, Nicole Max, Gintare Parulyte, Timo Wagner, Germain Wagner Inszenierung Max Claessen
Bühne & Kostüme Mirjam Benkner
Musik Christoph Coburger
Licht Steve Demuth
Regieassistenz Sally Merres
Maske Joël Seiller
Bau des Bühnenbilds Werkstatt der Théâtres de la Ville
Kostümassistenz & Garderobe Madelina Eischen-Loges
Produktion Les Théâtres de la Ville de Luxembourg Aufführungsrechte bei schaefersphilippen Theater und Medien GbR Mardi 6  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)
Jeudi 8  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)
Lundi 12  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)
Mercredi 14  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)
Samedi 24  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)
DURÉE environ 2h00 (pas d'entracte)
Einführung zum Stück von Herrn Marc Rettel 1/2 Stunde vor jeder Vorstellung (in Deutsch).
Adultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu
Lieu: Théâtre des Capucins
[TICKETS]2018-11-06 20:00:00 25393+2018-11-08 20:00:00 25394+2018-11-12 20:00:00 25397+2018-11-14 20:00:00 25520+2018-11-24 20:00:00 25521

Média

Lieu

Théâtre des Capucins
Place du Theatre
2613 LUXEMBOURG
Luxembourg

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Versetzung

Ajouter au calendrier 2018-11-06 20:00:00 2018-11-06 20:00:00 Versetzung THOMAS MELLE%0AKreation Nach der Vorstellung vom 14. November laden wir Sie zu einem Nachgespräch mit dem künstlerischen Team im Beisein von%0APr. Dr. Charles Pull (Psychiater, Psychotherapeut) ein. [DE]%0A „Es ist keine Schande, ein Opfer zu sein. Aber eine Schande ist es, zum Täter zu werden. Und Worte sind Taten. Wer jemand anderen ein ‚Opfer’ nennt, ist ein Täter – und macht sich ironischerweise selbst doch nur zum ‘Opfer’ der asozialen Umstände, die sein Denken beherrschen. Er oder sie entlarvt sich selbst. Solcher Denke sollten wir uns nicht verschreiben.“ (Ronald Rupp, Versetzung, 1. Szene)%0A%0AEs läuft bei Ronald Rupp: Er ist ein beliebter Lehrer, kommt bei Schülern gut an, sie vertrauen ihm. Gerade wurde ihm der Direktorenposten angeboten. „Sie stärken das Profil der Schule“, lobt ihn der scheidende Direktor. Und: „Ihre Kompetenz steht außer Frage. Aber Charakter, das ist nochmal mehr als Kompetenz.“%0A%0ADoch dann kommt alles ganz anders: Es geht bergab mit Ronald, seinem Ruf, seinem Ansehen. Weil da plötzlich so ein Gerücht kursiert. Das Gerücht über eine „schwere psychische Krankheit“. Manisch-depressiv lautete die Diagnose vor Jahren. Aber Ronald ist stabil, medikamentös gut  eingestellt – eigentlich. Doch die Elternschaft, das Kollegium ist alarmiert. Jetzt ist die Rede von einer „Zeitbombe“, einer „Black Box voller Unwägbarkeiten“, einem „schlafenden Hund“, der den Kindern, „wenn er mal richtig aufwacht, die süßen Gesichter wegfetzen wird“.%0A%0ADer Autor Thomas Melle, geboren 1975, schreibt aus Erfahrung, er leidet selbst an der manischdepressiven Erkrankung, auch bipolare Störung genannt. In seinem autobiographischen Roman Die Welt im Rücken beschreibt er ein vom permanenten Ausnahmezustand bestimmtes Leben, das mit „himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt“ nur unzureichend umschrieben wäre. %0A%0ADie Inszenierung von Max Claessen, Jahrgang 1978, interessiert vor allem, wie Melle mit Versetzung das Krankheitsbild manische Depression zur Metapher für eine Gesellschaft im Ausnahmezustand werden lässt.%0A%0A » Es ist einfach hochdramatisch, wenn einer sich selbst verliert, wenn er austickt und seinem Alltag, seiner Umgebung ungewollt den Krieg erklärt. Und am Abnormalen, an der Abweichung zeigt sich die Norm noch einmal viel schärfer, ihre Mechanismen, ihre Zurichtungen, ihre Ausschlüsse, ihr Glück und ihr Unglück. Thomas Melle über Versetzung , Interview mit Peter Laudenbach in tip berlin %0A%0A[DIS]%0A Mit Marc Baum, Nickel Bösenberg, Nora Koenig, Benjamin Krüger, Rosalie Maes, Nicole Max, Gintare Parulyte, Timo Wagner, Germain Wagner Inszenierung Max Claessen %0ABühne & Kostüme Mirjam Benkner%0A Musik Christoph Coburger %0ALicht Steve Demuth %0ARegieassistenz Sally Merres%0A Maske Joël Seiller %0A Bau des Bühnenbilds Werkstatt der Théâtres de la Ville %0AKostümassistenz & Garderobe Madelina Eischen-Loges %0AProduktion Les Théâtres de la Ville de Luxembourg Aufführungsrechte bei schaefersphilippen Theater und Medien GbR Mardi 6  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)%0AJeudi 8  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)%0ALundi 12  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)%0AMercredi 14  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)%0ASamedi 24  NOVEMBRE 2018 à 20h00 (tickets)%0A DURÉE environ 2h00 (pas d'entracte)%0A Einführung zum Stück von Herrn Marc Rettel 1/2 Stunde vor jeder Vorstellung (in Deutsch).%0AAdultes 20 €, 15 €, 8 € / Jeunes 8 € / Kulturpass bienvenu%0A Lieu: Théâtre des Capucins %0A[TICKETS]2018-11-06 20:00:00 25393+2018-11-08 20:00:00 25394+2018-11-12 20:00:00 25397+2018-11-14 20:00:00 25520+2018-11-24 20:00:00 25521%0A Théâtre des Capucins UTC public
Organisation

Mots clés

theater.lu, Théâtre des Capucins

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